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Überblick unserer Leistungen

Unser diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum.

Die Tiny Feet Kinderwunschklinik bietet Ihnen das komplette Leistungsspektrum moderner reproduktionsmedizinischer Diagnostiken sowie Therapien. Nachfolgend finden Sie einen Überblick aller angebotenen Methoden. Im Rahmen Ihres persönlichen Behandlungsplanes wählen wir immer die einfachste erfolgversprechendste Methode – in direkter Absprache mit Ihnen!

Tinyfeet Labor
Diagnostik
Die Ursachen finden
Mithilfe umfassender Tests und Untersuchungen finden wir heraus, warum es mit der Schwangerschaft bisher nicht geklappt hat.
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Therapie
Die passende Behandlung festlegen
Von A wie Akupunktur bis Z wie Zyklusoptimierung bieten wir ein umfangreiches Spektrum an Therapiemöglichkeiten an.
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Information & Services
Wir sind für Sie da!
Allgemeine Informationsabende, persönliche Beratungen oder Gruppengespräche runden unser Angebot ab.

Diagnostik

Wiener Neustadt St. Pölten Horn Mödling
Erstgespräch
Erstgespräch

Beim Erstgespräch wird die individuelle Anamnese detailliert erhoben. Fragen nach der Dauer des Kinderwunsches, eventuell stattgefundene bisherige Abklärungen, die Zyklusanamnese und vieles mehr fließen dabei in die Diagnostik mit ein.
Wir bieten zusätzlich im Rahmen des Erstgesprächs eine kinderwunschspezifische Blutabnahme, einen Bakterienabstrich und eine vaginale Basisultraschalluntersuchung an.
Die daraus resultierenden Behandlungsvorschläge können im Anschluss daran besprochen werden.

Basisultraschall
Basisultraschall

Durch den vaginalen Ultraschall werden die Gebärmutter und Gebärmutterschleimhaut sowie die Eileiter und Eierstöcke auf eventuelle Erkrankungen oder Fehlbildungen (z. B. Flüssigkeitsansammlungen, Myome, Polypen, Gebärmuttersepten, Endometriose-Herde) untersucht. Erfolgt der Ultraschall in der Zyklusmitte, können auch Follikel (Eibläschen) dargestellt werden.

Der sogenannte AFC (Antral Follikel Count = die Anzahl kleiner Eibläschen in den Eierstöcken) gibt Aufschluss über die Eierstockreserve, also die Funktionstüchtigkeit der Eierstöcke.
Der Basisultraschall gehört zum Standardprozedere in den Tiny Feet Kinderwunschkliniken.   

Bakteriologischer Abstrich
Bakteriologischer Abstrich

Die Bakterienanalyse des Scheidensekrets erlaubt Rückschlüsse auf ein eventuell stattgefundenes Infektionsgeschehen im weiblichen Genitaltrakt. Bestimmte Bakterien können sich negativ auf den Eizelltransport durch die Eileiter aber auch auf eine Einnistung des Embryos in der Gebärmutter auswirken.
Zur Befunderhebung wird lediglich mit einem Wattestäbchen eine Sekretprobe aus der Scheide entnommen und anschließend analysiert.

Zyklusmonitoring, Follikelmonitoring, Eisprungnachweis
Zyklusmonitoring, Follikelmonitoring, Eisprungnachweis

Bei einer Frau mit regelmäßigem Zyklus wächst einmal im Monat ein Follikel heran, aus dem nach dem Eisprung eine Eizelle freigesetzt wird. Eine Überwachung dieses sogenannten Spontanzyklus mittels Ultraschalluntersuchung hilft, den idealen Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr oder einer Insemination und somit Befruchtung bestimmen zu können. Ob überhaupt ein Eisprung stattfindet, kann ebenfalls mithilfe einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.

Eileiterdurchgängigkeitsprüfung (HyCoSy/HyFoSy)
Eileiterdurchgängigkeitsprüfung (HyCoSy/HyFoSy)

Für eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg sind funktionsfähige Eileiter notwendig, damit der Transport der Eizelle in Richtung Gebärmutter bzw. der Spermientransport ungehindert erfolgen kann. In Folge von Entzündungen, z. B. durch Chlamydien, können die Eileiter verkleben. Auch Endometriose, Operationen oder vorangegangene Eileiterschwangerschaften können zu Verschlüssen des Eileiters führen.

Eine unkomplizierte und sanfte Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit bietet die Hysterokontrastsalpingografie (HyCoSy) bzw. Hystero-Salpingofoam Sonography (HyFoSy), bei der über einen Katheter eine Kontrastmittellösung in die Gebärmutter eingespült wird. Mittels Ultraschall wird so der Abfluss des Kontrastmittels durch die Eileiter dargestellt. Mit dieser Methode kann die Durchgängigkeit der Eileiter rasch untersucht werden.

Voraussetzung für die Durchführung einer Durchgängigkeitsprüfung ist eine intakte Scheidenflora, damit keine Keimverschleppung in die Gebärmutter oder in den Bauchraum erfolgen kann.

Es wird empfohlen, die Eileiterdurchgängigkeitsprüfung in der ersten Zyklushälfte durchzuführen. Die gesamte Untersuchung dauert ca. 10 Minuten. Es können leichte, menstruationsartige Schmerzen im Unterleib auftreten, die aber nach kurzer Zeit wieder abklingen. 

Kremer Test
Kremer Test

Damit es zu einer erfolgreichen Befruchtung im Körper der Frau kommen kann, müssen die Samenzellen durch den Zervikalschleim bis zur Eizelle gelangen. Mit Hilfe des Kremer-Tests kann untersucht werden, ob Spermien auf ihrem Weg zur Eizelle im Zervikalschleim überleben können und beweglich bleiben. Ein auffälliges Ergebnis kann Hinweise auf Antikörper gegen Spermien im Zervikalschleim geben, wodurch eine natürliche Befruchtung im Körper der Frau erschwert wird. Die Abnahme und Untersuchung des Zervikalschleims sollte kurz vor oder zur Ovulation (Eisprung) erfolgen, dauert nur wenige Minuten und ist völlig schmerzfrei. Der Partner sollte in dieser Zeit eine Samenprobe abgeben, um die Interaktion zwischen Samen und Zervikalschleim untersuchen zu können.

Infektionstestung / Infektionsserologie
Infektionstestung / Infektionsserologie

Vor einer IVF/ICSI-Behandlung in der Tiny Feet Kinderwunschklinik werden alle unsere Paare mit Kinderwunsch, sowie Eizellspenderinnen und Samenspender auf folgende Infektionsparameter untersucht: 

  • HIV: Screening
  • Hepatitis B: HBsAG und HBcAK
  • Hepatitis C: HCV-AK
  • Syphilis: Treponema pallidum AK
  • Chlamydien: aus dem Harn
  • Bakterien- und Chlamydien: vaginaler Abstrich (Frauen)
  • Abstrich des Ejakulats (Männer) 
Hormonanalyse
Hormonanalyse

Hormone spielen eine wichtige Rolle im Körper. Sie steuern nicht nur Energie- und Wasserhaushalt oder das Wachstum, sondern spielen auch in der Fortpflanzung, beginnend bei der Libido bis hin zur Regulierung des Geburtsvorganges, eine wichtige Rolle.

Das Zusammenspiel aller Hormone ist ein feiner Balanceakt, der leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann – eine Hormonanalyse zeigt den Zustand des Hormonhaushaltes.

Für die Hormonanalyse bei der Frau ist eine Blutabnahme zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag notwendig. Daraus werden wichtige Blutwerte wie FSH, LH, Östrogen, Schilddrüsenhormone, Prolaktin, Progesteron, Androgene und AMH bestimmt. 


Auch beim Mann können Dysbalancen im Hormonhaushalt zu Sub- oder Infertilität führen. Bei gegebener Indikation empfehlen wir beim Mann eine umfassende Hormonanalyse mittels Blutabnahme.

Anti-Müller-Hormon (AMH)
Anti-Müller-Hormon (AMH)

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) hat eine große Bedeutung in der Fertilitätsdiagnostik. Bei Frauen kann es die Funktionstüchtigkeit der Eierstöcke anzeigen: werden dort weniger reifungsfähige Follikel gebildet, ist der AMH-Wert erniedrigt. Beim sogenannten PCOS besteht eine Neigung zu erhöhten AMH-Werten.

Bei Frauen beginnt ab einem Alter von 30 Jahren die AMH-Konzentration stetig abzunehmen, weshalb das Hormon auch als Zeiger der biologischen Uhr bezeichnet wird.  

Abklärung des Endometriums
Abklärung des Endometriums

Eine gesunde Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist eine wichtige Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Bei Frauen mit mehreren erfolglosen Embryotransfers oder Fehlgeburten sollte diese untersucht werden. Dabei spielen Plasmazellen, regulatorische T-Zellen und natürliche Killerzellen (NK-Zellen) eine wichtige Rolle.

Sind die NK-Zellen erhöht, kann es zu einer Abstoßreaktion des Embryos kommen. Die Erhöhung der Plasmazellen kann auf eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) hindeuten, was ebenfalls die Einnistung erschweren oder unmöglich machen kann. Für die Untersuchung wird mittels einer Kanüle eine kleine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) entnommen und in ein Speziallabor geschickt. Der Vorgang ist in der Regel unkompliziert und schmerzlos.

Nach ungefähr einer Woche liegt das Ergebnis vor, auf dessen Basis wir einen individuellen Therapieplan (z. B. mit Antibiotika) erstellen. 

EMMA-Test (Endometrial Microbiome Metagenomic Analysis)
EMMA-Test (Endometrial Microbiome Metagenomic Analysis)

Das Mikrobiom – die Gesamtzahl aller Mikroorganismen – der Gebärmutter sagt viel über die Fruchtbarkeit aus. Ist das Bakterien-Gleichgewicht der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) gestört, kann es zu Einnistungsproblemen kommen. Mit dem EMMA-Test kann die Bakterienbesiedlung innerhalb der Gebärmutter bestimmt und gegebenenfalls optimiert werden.

Für die Untersuchung wird mittels eines kleinen Kunststoffröhrchens eine Gewebeprobe des Endometriums entnommen, danach wird durch genetische Testung das Mikrobiom bestimmt. Das Ergebnis gibt Hinweise, ob eine weiterführende Behandlung, z. B. mit Antibiotika oder Laktobazillen sinnvoll wäre.

ERA-Test (Endometrial Receptivity Array Test)
ERA-Test (Endometrial Receptivity Array Test)

Damit sich ein Embryo in der Gebärmutter einnisten kann, muss die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) dafür empfänglich sein. Für diesen Vorgang gibt es in der Regel ein optimales Zeitfenster, das sich in seltenen Fällen aber auch verschieben kann.

Der ERA-Test ermittelt dieses „Implantationsfenster” und somit den besten Zeitpunkt für eine Einnistung des Embryos. Bei der Untersuchung wird mittels eines dünnen Kunststoffröhrchens Gewebe aus der Gebärmutterschleimhaut entnommen und anschließend in einem Speziallabor ausgewertet. Die Biopsie dauert nur wenige Minuten und ist weitgehend schmerzfrei.

Wir empfehlen dieses Testverfahren Patientinnen, die trotz guter Embryonalqualität und gut aufgebauter Gebärmutterschleimhaut nach mehrfachen Embryotransfers nicht schwanger werden.

Präimplantationsdiagnostik (PID)
Präimplantationsdiagnostik (PID)

Wir möchten Trägerinnen und Träger von Erbkrankheiten mit ihrem Wissen um ein hohes Risiko für ihr Kind nicht alleine lassen. Seit 2015 bietet daher nach einer Gesetzesnovelle die Präimplantationsdiagnostik auch in Österreich die Möglichkeit, eventuelle Erbkrankheiten oder Chromosomenanomalien frühzeitig zu erkennen.

Zulässig ist die Untersuchung im Falle von drei vorangegangenen Schwangerschaften mit Fehl- oder Totgeburt, drei oder mehrmaligem Versagen einer IVF, einer drohenden Erbkrankheit oder drohendem Abort aufgrund der genetischen Disposition eines Elternteils.

Die präimplantationsdiagnostischen Methoden (Polkörperbiopsie und Trophektodermbiopsie) dürfen nur in einer eigens dafür zugelassenen Einrichtung wie der Tiny Feet Klinik durchgeführt werden.   

  

Polkörperbiopsie:

Die Polkörperbiopsie ist die weniger invasive Methode der Präimplantationsdiagnostik. Sie gibt Hinweise auf den genetischen Status der Eizelle. Man kann chromosomale oder genetische Veränderungen feststellen, die mütterlicherseits vererbt werden.

Diese Untersuchung kommt bei Paaren zum Einsatz, bei denen die Mutter Trägerin einer bereits bekannten erblichen Erkrankung ist und die Weitergabe an das Kind ausgeschlossen werden soll. Es können aber auch Eizellen, die keine Chance zur Weiterentwicklung hätten, erkannt werden.

Diese Methode ist im Rahmen jeder künstlichen Befruchtung zugelassen.   

   

Trophektodermbiopsie: 

Mit der Trophektodermbiopsie wird das Trophektoderm (die spätere Plazenta) des 5 Tage alten Embryos (Blastozyste) untersucht. Diese Methode hat den Vorteil, dass auch das Erbgut des Vaters überprüft werden kann. Ist der Mann also Träger einer potentiellen Erbkrankheit, reicht die Polkörperbiopsie nicht aus.

Zulässig ist die Untersuchung im Falle von drei vorangegangenen Schwangerschaften mit Fehl- oder Totgeburt, drei oder mehrmaligem Versagen einer IVF, einer drohenden Erbkrankheit oder drohendem Abort aufgrund der genetischen Vorbelastung eines Elternteils.

Ob eine Methode der Präimplatationsdiagnostik für Sie Sinn macht, klären wir gemeinsam mit Ihnen ab. Unsere Ärztinnen und Ärzte beraten Sie gerne.

Spermiogramm (Ejakulatanalyse)
Spermiogramm (Ejakulatanalyse)

Bei der Diagnostik eines unerfüllten Kinderwunsches kann die Ejakulatanalyse erste Hinweise auf eine eingeschränkte Zeugungsunfähigkeit des Mannes geben. Da ein Spermiogramm immer nur eine Momentaufnahme ist und selbst bei fruchtbaren Männern variiert, sollte die Untersuchung nach 2–3 Monaten wiederholt werden. Für ein aussagekräftiges Ergebnis wird eine Karenzzeit von 3–5 Tagen empfohlen. Das bedeutet, der Mann sollte in diesem Zeitraum keinen Samenerguss haben.

Die Samenprobe kann in einem diskreten Raum der Tiny Feet Kinderwunschklinik, aber auch zu Hause gewonnen werden. Nach Abgabe erfolgt die mikroskopische Beurteilung des Ejakulats in Hinblick auf Samenkonzentration, Beweglichkeit und Struktur. Das Ergebnis erhalten Sie nach ca. 30 Minuten.

Zusätzliche Ejakulatuntersuchungen wie der MAR–Test, die Bakterienanalyse oder der DNA Fragmentationsindex können ebenfalls durchgeführt werden. 

DFI (DNA Fragmentationsindex)
DFI (DNA Fragmentationsindex)

Die Samenzelle trägt die gesamte männliche Erbinformation (DNA), die bei der Befruchtung in die Eizelle übergeben wird. Der DNA Fragmentationsindex (DFI) zeigt, wie intakt dieses Erbgut ist.

Die DNA ist ein doppelsträngiges Molekül, das bei einer Schädigung Bruchstellen (Fragmentationen) aufweisen kann. Ein erhöhter Anteil dieser DNA-Fragmentationen vermindert die Chance, schwanger zu werden.

Der DFI gibt Auskunft über die Erfolgsaussicht der verschiedenen Behandlungsmethoden (z. B. IVF oder ICSI), aber auch die Chancen einer Zeugung auf natürlichem Weg.  

MAR-Test (Mixed-Antiglobulin-Reaction-Test)
MAR-Test (Mixed-Antiglobulin-Reaction-Test)

Mit Hilfe des MAR-Tests kann eine mögliche Abwehrreaktion des Immunsystems gegen die eigenen Spermien untersucht werden, indem Antisperma-Antikörper im Ejakulat nachgewiesen werden. Diese Autoantikörper können durch Verletzungen der Samenwege entstehen und unterschiedliche Spermafunktionen stören. Der Anteil an Antisperma-Antikörper im Ejakulat gibt Hinweis auf eine mögliche immunologische Infertilität.

Spermiogramm nach Vasektomie
Spermiogramm nach Vasektomie

Nach einer Vasektomie (Unterbindung der Samenleiter) können Sie bei uns die Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Nach aktuellen Empfehlungen werden zwei Ejakulatanalysen empfohlen. Die erste acht Wochen, die zweite 16 Wochen nach der Vasektomie. Die Untersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Vasektomie erfolgreich war. 

Genetische Abklärung (Karyogramm)
Genetische Abklärung (Karyogramm)

Ein unerfüllter Kinderwunsch und mehrmalige Fehlgeburten können ihre Ursachen in den Erbinformationen haben und auf eine Chromosomenstörung hinweisen. Mithilfe des Karyogramms können Chromosomen analysiert werden, wodurch wichtige Informationen über ihre Verteilung und Zahl festgestellt werden können.

Die dafür notwendige Blutabnahme kann direkt in der Tiny Feet Kinderwunschklinik durchgeführt werden. Das Blut wird anschließend in einem Speziallabor ausgewertet. Das Ergebnis erhalten Sie in der Regel innerhalb von 4 Wochen.

Wir empfehlen diese Analyse speziell bei mehrjährig unerfülltem Kinderwunsch, mehrfachen Fehlgeburten, mehreren erfolglosen IVF-Versuchen und anderen speziellen Fragestellungen.  

KIR- und HLA-C-Genotypisierung
KIR- und HLA-C-Genotypisierung

Mit Hilfe der KIR- und HLA-C-Genotypisierung kann die Kompatibilität zwischen in der Gebärmutter befindlichen Abwehrzellen (bzw. deren KIR-Rezeptoren) und den Embryonen (bzw. deren HLA-Molekülen) untersucht werden. Eine Inkompatibilität kann die Einnistung des Embryos oder die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft stören. Eine KIR- und HLA-C-Genotypisierung wird bei Implantationsversagen und wiederholten Fehlgeburten empfohlen.
Die für die Genotypisierung notwendige Blutuntersuchung der zukünftigen Mutter (KIR-Genotypisierung) und eventuell ihres Partners (HLA-C-Genotypisierung) kann direkt in der Tiny Feet Kinderwunschklinik durchgeführt werden.
Sollte eine KIR-HLA-C-Inkompatibilität vorliegen, empfehlen wir nur einen Embryo zu transferieren. Zusätzlich kann der werdenden Mutter eine immunmodulatorische Therapie empfohlen werden.

DIAGNOSTIK-PAKETE

Wiener Neustadt St. Pölten Horn Mödling
Fertilitätsabklärung 1
Fertilitätsabklärung 1
  • Hormonanalyse
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC =Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung

  • Spermiogramm
Fertilitätsabklärung 2
Fertilitätsabklärung 2
  • Hormonanalyse
  • AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Eileiterdurchgängigkeitsprüfung mittels Ultraschall (HyFoSy)
  • Kremer Test
  • Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchung rund um den Eisprung, Ovulationsnachweis, Ausschluss einer Gelbkörperschwäche

  • Spermiogramm + bakteriologische Ejakulatanalyse
  • DFI (DNA Fragmentationsindex)
  • MAR-Test (Mixed-Antiglobulin-Reaction-Test)
  • Hormonanalyse


Fertility Check für Singles oder Paare ohne aktuellen Kinderwunsch
Fertility Check für Singles oder Paare ohne aktuellen Kinderwunsch
  • Hormonanalyse
  • AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchung rund um den Eisprung, Ovulationsnachweis, Ausschluss einer Gelbkörperschwäche

  • Spermiogramm


Fertilitätsabklärung für lesbische Paare
Fertilitätsabklärung für lesbische Paare
  • Hormonanalyse
  • AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkran-kungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchung rund um den Eisprung, Ovulationsnachweis, Ausschluss einer Gelbkörperschwäche 


Einschätzung der Eierstockreserve/biologische Uhr/biologisches Alter
Einschätzung der Eierstockreserve/biologische Uhr/biologisches Alter
  • Hormonanalyse
  • AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchung rund um den Eisprung, Ovulationsnachweis, Ausschluss einer Gelbkörperschwäche 


PCO-Abklärung
PCO-Abklärung
  • Hormonanalyse
  • Zyklusanamnese
  • Bestimmung der Insulinresistenz (HOMA)
    AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung auf erhöhte Anzahl der Antralfollikel (AFC = Antral Follikel Count)
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchung rund um den Eisprung, Ovulationsnachweis, Ausschluss einer Gelbkörperschwäche
Endometriose-bzw. Adenomyoseabklärung
Endometriose-bzw. Adenomyoseabklärung
  • Hormonanalyse
  • AMH (Anti-Müller-Hormon)
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen bzw. Endometriome) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count) + Nierenultraschall
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Schmerzanamnese
  • Möglichkeit weiterführender Abklärungen in Zusammenarbeit mit spezialisierten Spitälern 


Abklärung von wiederholten Fehlgeburten
Abklärung von wiederholten Fehlgeburten
  • Blutuntersuchung bei wiederholten Fehlgeburten inkl. Schilddrüse und Blutgerinnung
  • Immunologische Abklärung mittels Blutabnahme
  • Karyogramm (genetische Abklärung)
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • EMMA-Test
  • Abklärung des Endometriums auf Plasmazellen, NK-Zellen, regulatorische T-Zellen
  • KIR- und HLA-C-Genotypisierung


  • Spermiogramm
  • DFI (DNA Fragmentationsindex)

  • Möglichkeit der Hysteroskopie in Zusammenarbeit mit spezialisierten Spitälern

  • Präimplantationsdiagnostik: Polkörperbiopsie; Trophektodermbiopsie


Wiederholtes IVF Versagen bzw. Einnistungsversagen
Wiederholtes IVF Versagen bzw. Einnistungsversagen
  • Blutuntersuchung bei wiederholten Fehlgeburten inkl. Schilddrüse und Blutgerinnung
  • Immunologische Abklärung mittels Blutabnahme
  • Karyogramm (genetische Abklärung)
  • Bakteriologischer Abstrich (Infektionsabklärung)
  • Chlamydien-Abstrich
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Basisultraschall (Untersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter auf Fehlbildungen oder Erkrankungen) + Überprüfung der Eizellreserve (AFC = Antral Follikel Count)
  • EMMA-Test
  • ERA-Test
  • Abklärung des Endometriums auf Plasmazellen, NK-Zellen, regulatorische T-Zellen
  • KIR- und HLA-C-Genotypisierung


  • Spermiogramm
  • DFI (DNA Fragmentationsindex)

  • Möglichkeit der Hysteroskopie in Zusammenarbeit mit spezialisierten Spitälern
  • Präimplantationsdiagnostik: Polkörperbiopsie; Trophektodermbiopsie


Individualisierte Diagnostik
Individualisierte Diagnostik

Diverse Untersuchungen, die auf Ihre individuelle Situation abgestimmt sind, werden Ihnen im Rahmen eines Beratungsgespräches von unseren Ärztinnen und Ärzten empfohlen.

Falls Sie schon Befunde zum Thema Kinderwunsch haben, empfehlen wir alle Befunde mitzunehmen. Möglicherweise können wir dadurch unnötige Doppelbefundungen vermeiden. 

Unsere Diagnostik-Pakete ermöglichen eine speziell auf Sie abgestimmte Schwerpunktsetzung, um den aktuellen Status Ihrer Fruchtbarkeit festzustellen. Wir beginnen immer mit einem ärztlichen Gespräch (Anamnese), in welchem dann die für Sie sinnvollen Untersuchungen vorgeschlagen werden. Nach der Durchführung der unterschiedlichen Testungen wird im Rahmen eines ärztlichen Abschlussgespräches Ihre persönliche Situation besprochen.

Therapie

Wiener Neustadt St. Pölten Horn
Intrauterine Insemination (IUI)
Intrauterine Insemination (IUI)

Bei der intrauterinen Insemination kommt es zur natürlichen Befruchtung im Körper der Frau. Dabei wird der Samen des Mannes aufbereitet und zum fruchtbarsten Zeitpunkt im Zyklus der Frau direkt in die Gebärmutterhöhle eingespült. Dies ist eine rasche, schmerzfreie und unkomplizierte Art der Befruchtung.

Die Tiny Feet Kinderwunschklinik empfiehlt die Insemination, wenn die Spermienqualität des Mannes nur leicht eingeschränkt ist und die Eileiter der Frau funktionstüchtig sind. Die Erfolgschancen liegen im europäischen Durch-schnitt bei ca. 10–15 % pro Versuch. Bei der homologen Insemination stammt der Samen vom Partner oder Ehemann der Frau.

Bei der heterologen Insemination stammen die Samen von einem Samenspender. Heterologe Inseminationen werden beispielsweise durchgeführt, wenn der Partner keine Samen produziert. Auch lesbischen Paaren kann mit dieser Methode zu einer Schwangerschaft verholfen werden.

Die Tiny Feet Kinderwunschklinik verfügt über eine eigene Samenbank. 

IVF (In-Vitro-Fertilisation)
IVF (In-Vitro-Fertilisation)

Die IVF stellt die klassische Variante der künstlichen Befruchtung dar. Die Befruchtung findet in der Petrischale statt, wo ein Spermium von selbst in die Eizelle eindringt. Damit eine IVF durchgeführt werden kann, muss die Samenqualität des Mannes gut bzw. darf nur leicht eingeschränkt sein. Die IVF wird auch bei der Verwendung von Spendersamen eingesetzt. Die Schwangerschaftsrate liegt im europäischen Durchschnitt bei ca. 30–40 % pro Zyklus. 

Ablauf einer IVF (In-Vitro-Fertilisation):

  1. Zu Beginn der Behandlung wird die Frau hormonell stimuliert, wodurch mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Während der Stimulation erfolgen meist zwei Ultraschalluntersuchungen, um Anzahl und Größe der heranwachsenden Follikel zu beobachten.

  2. Nach Auslösen des Eisprungs erfolgt die Follikelpunktion. Dabei wird der Follikelinhalt, also Follikelflüssigkeit und Eizellen, abgesaugt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und erfolgt im Dämmerschlaf.

  3. Zeitgleich erfolgt die Samenabgabe des Mannes. In manchen Fällen sind trotz einer funktionierenden Samenproduktion im Hoden keine Samen im Ejakulat. In diesen Fällen können diese mittels Hodenpunktion gewonnen werden. Bei lesbischen Paaren oder bei Paaren, bei denen der Mann eine komplette Zeugungsunfähigkeit aufweist, kann Spendersamen verwendet werden.

  4. Nach der Gewinnung der Samenprobe wird diese im Labor aufbereitet. Dann werden Ei- und Samenzellen zusammengeführt, d. h. die Eizelle wird befruchtet, und danach in einem Brutschrank gelagert.

  5. Am Tag nach der Follikelpunktion erfolgt die Befruchtungskontrolle.

  6. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich in den darauffolgenden Tagen zu Embryonen, die 2–5 Tage im Brutschrank kultiviert werden.

  7. Beim Embryotransfer wird ein Embryo schließlich in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Dies dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei. Sollten sich weitere Embryonen gut weiterentwickeln, können diese in Flüssigstickstoff tiefgefroren (kryokonserviert) werden. Sollte der Frischversuch nicht zu einer Schwangerschaft führen oder in Zukunft ein weiterer Kinderwunsch bestehen, können diese wieder aufgetaut und in die Gebärmutter eingesetzt werden. Ein solcher „Kryoversuch“ ist wesentlich einfacher durchführbar als ein Frischversuch. Es kann dabei sowohl auf die Stimulation der Eierstöcke als auch die Eizellentnahme verzichtet werden.

  8. Ob die Behandlung erfolgreich war, zeigt ein Schwangerschaftstest 11–14 Tage nach dem Embryotransfer. Dieser kann mithilfe eines Harnstreifens, oder etwas früher mithilfe einer Blutabnahme durchgeführt werden.  


ICSI (Intracytoplasmatische Spermien Injektion)
ICSI (Intracytoplasmatische Spermien Injektion)

Bei der ICSI wird ein ausgewähltes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht. Die ICSI wird vor allem dann angewandt, wenn Versuche mit der IVF erfolglos blieben oder wenn die Samenqualität des Mannes stark eingeschränkt und dadurch eine selbstständige Befruchtung der Eizelle nicht möglich ist.

Sind keine Samen im Ejakulat vorhanden kann dieser mittels Hodenpunktion direkt aus dem Hodengewebe gewonnen werden. Die Erfolgschancen einer ICSI sind vergleichbar mit jenen der herkömmlichen IVF. Die Chance, schwanger zu werden, liegt im europäischen Durchschnitt bei 30–40 % pro Zyklus. 

Biochemische Samenselektion (SpermSlow, p-ICSI)
Biochemische Samenselektion (SpermSlow, p-ICSI)

Bei Befruchtungsversagen bzw. mangelhafter Embryonalentwicklung kann die Ursache dafür an den Samen liegen. Biochemische Samenselektionsmethoden können zusätzlich zur ICSI durchgeführt werden. Sie bieten die Möglichkeit die gesunden Samen mit noch höherer Präzision zu erkennen und somit die Chance auf eine gute Embryonalentwicklung zu erhöhen.

Embryotransfer
Embryotransfer

Der Embryotransfer beschreibt die Rückübertragung des Embryos in die Gebärmutterhöhle der Frau – ein medizinisch gesehen sehr einfacher Vorgang. Für das Paar ist dies ein emotionaler Moment, da ab dem Embryotransfer die Schwangerschaft beginnen kann.

Nach der Eizellentnahme (Follikelpunktion) werden die Eizellen mittels IVF oder ICSI befruchtet und danach in einem Brutschrank kultiviert. In den Tagen nach der Befruchtung durchläuft der Embryo mehrere Zellteilungen. Der Embryotransfer erfolgt zwischen dem 2. und 5. Tag nach der Eizellentnahme, dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei.

Je nach Embryonalqualität und individueller Vorgeschichte der Paare werden 1–2 Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt. Überzählige gut entwickelte Embryonen können tiefgefroren (kryokonserviert) werden. Somit haben Paare später die Möglichkeit, falls der erste Versuch nicht klappt, oder in der Zukunft ein weiterer Kinderwunsch besteht, auf diese Embryonen zurückzugreifen und einen sogenannten Kryo-Embryotransfer durchzuführen. 

Kryokonservierung / Social Freezing / Medical Freezing
Kryokonservierung / Social Freezing / Medical Freezing

Die Kryokonservierung gewährt die Aufbewahrung menschlicher Zellen über einen sehr langen Zeitraum. So können Eizellen, Embryonen, Samenzellen und Hodengewebe bei ca. -196°C in Flüssigstickstoff kryokonserviert (tiefgefroren) und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. 

Die Kryokonservierung von Embryonen erfolgt immer dann, wenn nach dem Embryotransfer überzählige, gut entwickelte Embryonen vorhanden sind. Sollte nach dem Embryotransfer keine Schwangerschaft zustande gekommen sein oder wünscht sich das Paar ein weiteres Kind, kann die Gebärmutterschleimhaut für einen „Kryo-Versuch” aufgebaut werden. Ein Kryo-Versuch ist weniger aufwändig als ein Frischversuch, da keine hormonelle Stimulation der Eierstöcke und keine Eizellentnahme erforderlich sind. Kryokonservierte Embryonen dürfen in Österreich bis zu zehn (10) Jahren gelagert werden. 

Die Kryokonservierung von Eizellen ist ebenfalls möglich. Das Einfrieren der Eizellen, rein der Bevorratung wegen (Social Freezing), ist in Österreich nicht erlaubt. Falls aber erwartet wird, dass es zu einer Verschlechterung der Chance schwanger zu werden kommt, sei es durch eine absehbare Einschränkung der Eierstockfunktion oder durch bevorstehende medizinische Interventionen, kann eine Bevorratung der Eizellen durchgeführt werden (Medical Freezing).

Die Kryokonservierung von Samenzellen ist beispielsweise vor Beginn einer Hodenoperation, Chemotherapie oder Strahlentherapie anzuraten. Auch vor einer geplanten Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter) ist das Anlegen eines Samendepots zu überlegen. Spendersamen wird ebenfalls im krykonservierten Zustand gelagert. 

Möglichkeiten vor einer Chemo- oder Strahlentherapie
Möglichkeiten vor einer Chemo- oder Strahlentherapie

Krebserkrankungen können auch junge Menschen treffen, die noch keinen Kinderwunsch haben. In der Tiny Feet Kinderwunschklinik gibt es die Möglichkeit, vor Beginn einer Chemo- oder Strahlentherapie Eizellen oder Samen zu entnehmen und tiefzufrieren (kryokonservieren). In späteren Jahren, wenn Ihr Kinderwunsch aktuell wird, kann dann auf diese Proben zurückgegriffen werden.  

Operative Samengewinnung aus dem Hoden (TESA, TESE)
Operative Samengewinnung aus dem Hoden (TESA, TESE)

Werden im Ejakulat mehrfach keine Samen gefunden, kann im Hoden unter Umständen trotzdem eine Samenproduktion stattfinden. Diese Samen können dann mittels TESA oder TESE direkt aus dem Hodengewebe gewonnen werden. Das entnommene Material wird im Labor aufbereitet und anschließend in Flüssigstickstoff tiefgefroren (kryokonserviert). So sind mehrere Fertilitätsbehandlungen mittels ICSI ohne einer erneuten operativen Samengewinnung möglich. 

TESA: Testikuläre Spermienaspiration 

Mit einer Nadel werden aus beiden Hoden kleine Gewebsstücke gewonnen. Diese minimalinvasive Methode eignet sich auch für Männer, die sich zuvor einer Vasektomie unterzogen haben.  

TESE: Testikuläre Spermienextraktion 

Die TESE ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem kleinere Stücke aus dem Hodengewebe entnommen werden.  

Polkörperdiagnostik/Polkörperbiopsie (PKD)
Polkörperdiagnostik/Polkörperbiopsie (PKD)

Polkörper sind zwei kleine, runde Absonderungen der befruchteten Eizelle. Sie entstehen bei der Reifeteilung und werden für die weitere Entwicklung des Embryos nicht benötigt.

Bei der Polkörperbiopsie werden die beiden Polkörper entnommen und zur genetischen Analyse in ein Speziallabor geschickt. Sie lassen Rückschlüsse auf die Gesundheit der Erbinformationen der einzelnen Eizelle zu. Die Untersuchung kann somit ausschließlich Störungen der Erbinformationen, die von der weiblichen Seite ausgehen, aufdecken. Auf diese Weise ist es möglich potenziell gesunde von potenziell kranken Eizellen zu trennen. Auch bei wiederholtem Einnistungsversagen oder wiederholten Fehlgeburten kann diese Untersuchung angewandt werden. 

Trophektodermbiopsie/Blastozystenbiopsie (TOBI)
Trophektodermbiopsie/Blastozystenbiopsie (TOBI)

Bei bekannten Erbkrankheiten, nach wiederholten Fehlversuchen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung oder bei wiederholten Fehlgeburten kann eine Trophektodermbiopsie durchgeführt werden. Entwickeln sich Embryonen bis zur Blastozyste (= frühe Form des Embryos), zeigen sie ein Trophektoderm (= spätere Plazenta) sowie den Embryoblast (= späterer Embryo).

In diesem Stadium werden für die Untersuchung einige Zellen des Trophektoderms entnommen und für die umfassende genetische Abklärung in ein Speziallabor geschickt. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob der Embryo potenziell gesund oder krank ist. Die Ergebnisse werden frühestens nach 24 Std. erwartet. Darum müssen die untersuchten Embryonen kryokonserviert (tiefgefroren) werden. Sobald das Ergebnis vorliegt, kann ein „Kryo-Zyklus” (Embryotransfer mit kryokonservierten Embryonen) gestartet werden, wobei hierfür die potenziell gesunden Embryonen ausgewählt werden. 

Assisted Hatching (assistierte Schlüpfhilfe)
Assisted Hatching (assistierte Schlüpfhilfe)

Am 6. Tag nach der Befruchtung „schlüpft” der Embryo aus seiner umgebenden Zellschicht (Zona pellucida), um sich in Folge in der Gebärmutter einzunisten. Ist dieser Vorgang gestört oder die Zona pellucida verdickt oder verformt, kann dem Embryo beim „Schlüpfen” geholfen werden. Dies geschieht mit dem Einsatz eines sehr präzisen Lasers, der die umgebende Zona pellucida ausdünnt. Der Embryo selbst wird bei diesem Vorgang natürlich nicht geschädigt. 

Artificial Shrinkage
Artificial Shrinkage

Werden die Embryonen bis zum 5. Tag nach der Befruchtung kultiviert und tiefgefroren, wird mit einem sehr präzisen Laser die den Embryo umgebende Zellschicht (Zona pellucida) ausgedünnt. Studien zeigen, dass diese Methode die Überlebensrate der Embryonen erhöht. In der Tiny Feet Kinderwunschklinik führen wir das „artificial shrinkage“ vor jeder Kryokonservierung durch.

EmbryoGlue®
EmbryoGlue®

Kurz vor dem Embryotransfer wird der Embryo in EmbryoGlue® gebettet. Dieses Spezialmedium ist mit essentiellen Nährstoffen und Hyaluronan (Hyaluronsäure) angereichert und verbessert die Einnistungschance des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut. Hyaluronan ist eine natürliche Substanz, die in allen Geweben vorkommt und eine Schlüsselrolle in der Embryonalentwicklung und Einnistung spielt.  

Einnistungscurettage (Scratching)
Einnistungscurettage (Scratching)

Bei der Einnistungscurettage (Scratching) wird die Gebärmutterschleimhaut leicht angeritzt bzw. angeraut, um eine Einnistung zu unterstützen.

Je nach Vorgeschichte und vorangegangener Diagnostik besprechen wir mit Ihnen, ob diese minimale Reizung der Gebärmutterschleimhaut sinnvoll sein könnte. Dies hängt von mehreren Faktoren ab. In der Tiny Feet Kinderwunschklinik empfehlen wir ein Scratching frühestens, wenn es nach mehreren Embryotransfers mit guter Embryonalqualität zu keiner Einnistung gekommen ist. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist unkompliziert durchführbar. 

Einnistungsspülung: Seminalplasmaspülung
Einnistungsspülung: Seminalplasmaspülung

Das männliche Ejakulat besteht aus Samenzellen und Seminalplasma. Letzteres enthält spezielle Botenstoffe, die das Wachstum von Blutgefäßen fördert und die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung des Embryos reduziert. 

Eine Seminalplasmaspülung soll dem Embryo die Einnistung in die Gebärmutterhöhle erleichtern. Dafür wird das Ejakulat des Mannes zentrifugiert und die Samenzellen werden vom Seminalplasma getrennt. Anschließend wird das Seminalplasma mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle der Frau eingebracht. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei. 

Einnistungsunterstützung: hCG-Spülung
Einnistungsunterstützung: hCG-Spülung

Beim komplexen Prozess der Einnistung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut spielt das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin, „Schwangerschaftshormon”) eine wesentliche Rolle. Das Hormon beeinflusst die Neuentstehung von Gefäßen, die mütterliche Immunantwort und damit die Einnistung des Embryos. Eine Einspülung in die Gebärmutter kann die Aussichten auf eine Schwangerschaft erhöhen. 

Intralipid Infusionstherapie / LIMO
Intralipid Infusionstherapie / LIMO

Die Intralipid Infusionstherapie kommt bei wiederholtem Einnistungsversagen oder einem „überaktiven” Immunsystem, welches zu vermehrten Fehlgeburten führen kann, zum Einsatz. Intralipid ist eine Fettemulsion, die aus Sojabohnen hergestellt wird und vermehrt Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthält. Die intravenöse Infusion unterdrückt die Aktivität der natürlichen Killerzellen, womit die Einnistung des Embryos unterstützt und die Lebendgeburtenrate erhöht wird. Die Behandlung beginnt bereits vor dem Start einer IVF- oder ICSI-Behandlung.

Intravenöse Immunglobuline (IVIG)
Intravenöse Immunglobuline (IVIG)

Intravenöse Immunglobuline (IVIG) können bei wiederholtem Implantationsversagen oder mehrfachen Aborten, die auf einen immunologischen Ursprung zurückzuführen sind, Verwendung finden. IVIG ist ein steriles, hochgerei-nigtes Immunglobulin G (IgG), das aus menschlichem Plasma hergestellt wird. Die Behandlung mit IVIG stellt eine passive Immunisierung dar, die intravenös verabreicht wird. 

Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor, kurz G-CSF (z. B. Granocyte 13M®)
Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor, kurz G-CSF (z. B. Granocyte 13M®)

Stellt mehrfaches Einnistungsversagen oder ein mangelhafter Aufbau der Gebärmutterschleimhaut ein Problem dar, kann die Behandlung mit G-CSF die Schwangerschaftschancen verbessern. Es optimiert die Gebärmutterschleimhaut für die bevorstehende Einnistung. G-CSF wird vor dem geplanten Embryotransfer mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle eingebracht. 

Plättchenreiches Plasma (PRP)
Plättchenreiches Plasma (PRP)

Plättchenreiches bzw. thrombozytenreiches Plasma (PRP) wird aus dem Blut der Frau mittels Zentrifugation hergestellt. PRP enthält spezielle Wachstumsfaktoren, die die Zellregeneration stimulieren können und somit den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) optimieren. Wir empfehlen eine intrauterine Spülung mit PRP, wenn das Endometrium vor dem Embryotransfer nicht optimal aufgebaut ist, um die bevorstehende Einnistung des Embryos zu unterstützen. Auch bei mehrfachem Einnistungsversagen kann die Spülung mit PRP die Schwangerschaftschancen verbessern.
PRP wird vor dem geplanten Embryotransfer mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei.

TCM / Akupunktur / Ernährung bei Kinderwunsch
TCM / Akupunktur / Ernährung bei Kinderwunsch

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eine Jahrhunderte alte Heilmethode, bei der nicht nur ein einzelnes Symptom therapiert wird, sondern Probleme des Körpers oder des Geistes ganzheitlich betrachtet werden. Die Kinderwunschbehandlung kann mittels chinesischer Kräuter, Akupunktur und Ernährungsumstellung nach TCM unterstützt werden. Dabei geht es vor allem darum, ein Gleichgewicht im Körper herzustellen. 

Die TCM kann:

  • die Ovarialfunktion verbessern
  • den Hormonhaushalt harmonisieren
  • den Aufbau des Endometriums unterstützen 
  • Stress reduzieren und Entspannung fördern
  • das Abortrisiko verringern
  • das Immunsystem stärken
  • Nebenwirkungen der bei der IVF-Behandlung verwendeten Medikamente lindern
  • die Samenqualität und Samenmenge verbessern


Neben der Kräutertherapie und der Akupunktur kann auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Lebensweise die Kinderwunschtherapie positiv beeinflussen. Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne.

Fruchtbarkeitsmassage nach Dr. Gowri Motha
Fruchtbarkeitsmassage nach Dr. Gowri Motha

Die Fruchtbarkeitsmassage ist eine Reflexzonenmassage, die für eine bessere Durchblutung der weiblichen Fortpflanzungsorgane (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke) sorgt und den Körper zur Entgiftung anregt. Neben der Unterstützung und Begleitung vor und während der künstlichen Befruchtung bietet die Fruchtbarkeitsmassage auch die Möglichkeit, belastende Gefühle wie Angst, Verzweiflung, Trauer und Enttäuschung zu reduzieren, um optimale Bedingungen für eine Schwangerschaft zu schaffen. 

Sie kann bei folgenden Indikationen eingesetzt werden:

  • unregelmäßige Zyklen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Hormonschwankungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • nach Fehlgeburten
  • Endometriose
  • PCO-Syndrom
  • Wechselbeschwerden
  • psychische Belastung
  • unregelmäßige Blutungen


Die Massage wird an Nacken und Schulter, im Bereich der Nieren und am Unterbauch durchgeführt.


Kontakt:

Petra Hanzl
Kinderwunschcoach
Dipl. Gesunden- und Krankenschwester
Dipl. Lebens. und Sozialberaterin
www.petrahanzl.com
0660/7701225 oder petra.hanzl@me.com
Ort: Tiny Feet Kinderwunschklinik Wr. Neustad
www.petrahanzl.com

Psychologische Betreuung
Psychologische Betreuung

In dieser emotional herausfordernden Zeit stehen Ihnen unsere Psychologinnen gerne begleitend zur Seite. Diese psychologische Betreuung finden Sie an den Standorten Wiener Neustadt, St. Pölten und Horn.


Wiener Neustadt:


In unserem planbaren und durchdachten Leben plötzlich etwas nicht unter Kontrolle zu haben ist für viele Menschen eine ganz neue Erfahrung. Schnell fühlt man sich in einer endlosen Warteschleife gefangen und es entsteht ein Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Diese Ungewissheit kann sehr belastend für die Partnerschaft sein. Viele fragen sich, warum der Partner nicht so fühlt wie man selbst und haben das Gefühl, auf zwei verschiedenen Stühlen zu sitzen. Gemeinsam lässt sich diese Zeit meist besser und leichter aushalten, denn schon die Erkenntnis, dass sich andere in genau der gleichen, scheinbar endlosen Warteschlange befinden kann helfen.

Wie gehen sie mit dieser Situation um? Gehen ihnen ähnliche Gedanken durch den Kopf? Darf ich sagen, dass es mir schlecht geht und mich die mühsame Zyklusüberwachung, Sex nach Plan und die Fragen nach Nachwuchs nerven? In dieser Gruppe möchte ich Ihnen einen geschützten Raum für diese Emotionen bieten.

Kontakt:
Mag. Elisabeth Steinbauer
Klinische- und Gesundheitspsychologin

+43 660 52 56 383

info@mamaraum.at



St. Pölten:


Ich biete psychologische Therapie speziell bei Kinderwunsch bzw. als Begleitung im Rahmen von Fruchtbarkeitsbehandlungen an, um Unterstützung und Entlastung im Zusammenhang mit Ihrem Kinderwunsch und allen daraus folgenden Fragen und Unsicherheiten zu bieten.

Kontakt:
Mag. Katrin Weber
Klinische- und Gesundheitspsychologin
+43 0680 33 16 927

katrin-weber@gmx.at


Horn: 

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann für betroffene Paare eine große Herausforderung sein. Aus diesem Grund biete ich Ihnen in der Tiny Feet Kinderwunschklinik die Möglichkeit, sich psychologisch begleiten zu lassen. Als Klinische- und Gesundheitspsychologin, biete ich sowohl Einzelpersonen als auch Paaren persönliche Gespräche und Gesprächsgruppen für Frauen sowie Entspannungstraining an.

Kontakt:
Mag. Daniela Huber
Klinische- und Gesundheitspsychologin
+43 676 64 44 267
psychologiehuber@gmx.at

Unser Angebot für lesbische Paare
Zwei Frauen, ein Babywunsch - verschiedene Möglichkeiten. Welche es gibt, lesen Sie hier. 
Für lesbische Paare
Unser Angebot für Paare aus dem Ausland Sie leben nicht in Österreich? Was wir für Patienten aus dem Ausland tun können, erfahren Sie hier.  Für Paare aus dem Ausland